Zusammenschluß der besonders geschützten Naturgebiete Kamtschatkas

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Die Fauna

Der Naturpark Nalychevo stellt mit seinen prächtigen Landschaften und seiner vielfältigen Vegetation einen Lebensraum für viele Tiere und Vögel dar.

Die Säugetiere

   

Jedes Jahr steigen die kamchatkischen Lachse aus dem Pazifischen Ozean über die Flüsse hinauf zu ihren Laichplätzen. Am Ufer werden sie schon ungeduldig von den Bären erwartet.

Meistens kann man die Bären am rechten Ufer des Flusses Goryachey beobachten. Aber bedenken Sie, als Besucher des Parks sollten Sie jederzeit und an jedem Ort des Parks auf die Begegnung mit dem „Herren der kamchatkischen Wälder“ vorbereitet sein! Deshalb beachten Sie bei einem Aufeinandertreffen unbedingt die Verhaltensregeln!

Auch den kamchatkischen Zobel kann man im Park beobachten. In die letzten Jahren nimmt die Population dieser schönen Tiere ständig zu. Inzwischen sind es schon mehr als 300 Exemplare.

Der Flussfischotter und der amerikanische Nerz zählen ebenfalls zu den ständigen und zahlreichen Bewohnern des Parks. Über das gesamte Jahr hinweg kann man sie beobachten, eine Begegnung mit ihnen ist keine Seltenheit.

Der Naturpark Nalychevo bildet auch den Lebensraum für den Vielfraß, für Wölfe, Füchse und Luchse. Diese Raubtiere kann man vor allem im Winter oder zu Beginn des Frühlings beobachten. Der ostsibirische Luchs hat Kamchatka erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit besiedelt. Diese Tiere kamen über das Festland zu uns; im Park wurden die ersten Luchse vor 40 Jahren entdeckt. Neben der hauptsächliche Beute des Luchses – den Hasen – zieht er auf Kamchatka, wie auch viele andere regionalen Tiere, die Fischspeisekarte vor. Die Luchse fangen in den kleinen Flüssen Lachse, denn im Unterschied zu vielen Katzenarten sind sie prächtige Schwimmer.

   

   

Im Krater des Vulkanes Dzendzur und an den Ausläufern des Vulkanes Kupol befinden sich mehrjährige Kolonien des Schwarzkopfmurmeltiers.

Der Ewraschka - eine kamchatkische Art des Ziesels - ist der Liebling aller Gäste des Parks. Sein Lebensraum befindet sich in der Höhe von 600-1500 Metern in den Bergtundren. Seien Sie auf der Hut vor diesem sehr lustigen und tierisch netten Zeitgenossen, denn dieser kleine Langfinger wird definitiv versuchen, unbemerkt Ihre Vorräte zu entwenden.

Im Park leben auch sehr seltenen Tierarten, wie der Schneehammel und der wilde Nordhirsch. Die Herde des Nordhirsches übersteigt nie 20 Tiere. Mit etwas Glück können Sie diesen graziösen Tieren begegnen!

Die Vögel

   

Von jeder beliebigen Stelle des Parks aus kann man einen Vogel sehen oder hören. Hier im Park leben mehr als 130 Vogelarten.

Auf den Felsen der Pazifikküste und auf der Insel Krascheninnikov nisten die Kolonien der Meeresvögel: Möwe, Alken (Alcidae) , Hornlund (Fratercula corniculata), Kormorane und Trottellumme (Uria aalge).

In den Buchten der von den Wellen zerschnittenen Küste befinden sich die Erholungs-, Futter- und Aufzuchtgebiete der Meerenten, Eisenten (Clangula hyemalis), Bergenten (Aythya marila) und der Trauerente (Melanitta nigra).

Die grösste auf Kamchatka existierende Kolonie der Rothalstaucher (Podiceps grisegena) lebt im Süßwassersee „Nalychevo“, der vom Meer durch eine schmale Schräge abgetrennt ist. Hier nisten die Prachttaucher (Gavia arctica) und Mittelsäger (Mergus serrator). Eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Sees ist jedoch der nicht weit von der Küste entfernte Wohnhorst des Riesenseeadlers (Haliaeetus pelagicus).

Die Mündung des Flusses Nalycheva ist prädestiniert für ornithologische Exkursionen. Hier tobt das aktive Leben: tausende Silbermöwen (Larus), Hunderte Watvögel (Limicolae), Raubmöwen (Stercorarius) und Sturmvögel schreien und breiten sich über den ganzen Raum des Deltas aus. Hierher fliegen gern die Raubtiere auf Jagd, die ihre Nester im Park haben: Fischadler (Pandion haliaetus), Raufußbussard (Buteo lagopus), Riesensee- oder Meeradlers (Haliaeetus pelagicus), Wanderfalke (Falco peregrinus), Gerfalke (Falco girfalco) und Bbaumfalke (bezdligu piekuns).

Von Anfang Mai bis Mitte Juni kann man morgens und abends im zentralen Teil des Parks das Balzen der Steinauerhähne erleben. Tagsüber schlendern die Vögel oft auf den Pfaden zwischen den Hütten herum, suchen etwas Eßbares oder baden im Sand. Die Auerhähne bauen ihre Nester im Wald, und bereits im August ist es möglich, ihre Jungen zu beobachten. Gegen Ende des Sommers kann man in der Bergtundra auf aus dem Ei geschlüpfte weiße und tundrafarbene Rebhühner treffen.

Im Herbst ist es höchste Zeit für die Ein- und Auswanderung der großen Raubvögel. Im September fliegen sie über dem zentralen Teil des Parks und man kann sie manchmal nach Sperlingsvögel und Raben jagen sehen, aber auch Sperber (Accipiter nisus), Habicht (Accipiter gentilis) und Falken halten sich in ihrer ungewöhnlichen Schönheit im Park auf.

Infolge der heißen Quellen frieren die kleinen Flüsse im Zentrum des Parks im Winter nicht zu, so daß hier von Ende Oktober bis Ende März die Riesenseeadler (Haliaeetus pelagicus) und die Weißkopfseeadler (Haliaeetus leucocephalus) überwintern.

Im Park wurden bisher 7 ornithologische Wanderrouten angelegt.

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