Zusammenschluß der besonders geschützten Naturgebiete Kamtschatkas

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Vulkane

Die Vulkane der Avachinsky-Gruppe

Die Avachinsky-Gruppe befindet sich in der Nähe der wichtigsten Städte der Halbinsel: zwischen Petropavlovsk und Elizovo. Nicht zufällig bezeichnet man sie dort auch als "Hausberge". Die Gruppe besteht aus fünf Vulkanen:

Kozelsky - ein erloschener und stark zerstörter Vulkan mit einer Höhe von 2190 Metern, auf dessen Abhängen sich Gletscher entlangschieben. Im Gestein dieses Vulkans wurden Körner des seltensten Minerales der Erde entdeckt: die des schwarzen Diamanten.


Avachinsky
   

Avachinsky - eine Art Wahrzeichen Kamchatkas und insbesondere für Petropavlovsk . Für Bewohner und Gäste ist er aus dem Panorama der Stadt nicht wegzudenken. Zusammen mit dem Vulkan Koryaksky bildet er ein faszinierendes Ensemble, und für die Bewohner so etwas wie ein täglicher guter Gast. Jedoch trügt der Schein. Der Avachinsky ist einer der aktivsten Vulkane Kamchatkas, dessen Höhe durch das Hinzukommen von Lava ständig steigt.

Betrug seine Höhe im Jahr 1991 noch 2.741 Meter, so waren es 1993 bereits 2.750 Meter und gilt derzeit als 2.751 m hoch. Für den Betrachter ungewöhnlich gut wahrnehmbar, besteht er gleichsam aus zwei Teilen. Der Aufbau des Avachinsky-Vulkans ist gut sichtbar. Durch seine ähnliche Struktur erhielt er in der Wissenschaft die Bezeichnung Somma-Vesuv (Stratovulkan). Vor einigen tausenden Jahren übertraf der alte Ur-Avachinsky in seinen Ausmaßen den 3.456 m hohen Koryaksky, jedoch wurde der bedeutendste Teil des Vulkans durch einen katastrophalen Ausbruch zerstört. Aus dem Gerüst (Skelett) des alten Vulkanes wuchs der junge Kegel ungefähr 600 m hoch.


Rauchfahne der Fumarole am Ava
   

Der Avachinsky-Vulkan zeigt auch heute noch ständig seine Aktivität, obwohl sein Rhythmus nicht mehr der selbe ist. Innerhalb von 263 Jahren, beginnend im Jahre 1737, gab es 16 Eruptionen. Die letzte starke Eruption fand 1945 statt und dauerte 7 Stunden an. Ungefähr 300 Millionen Tonnen Schlacke wurden in dieser kurzen Periode aus dem Krater heraus geschleudert und setzte sich als 1-1,5 m hohe Schicht ab. Später wurde diese Schlacke für den Bau der neuen Bezirke Petropavlovsks verwendet.

 


Der Avachinsky-Krater
   

Einer der letzten Ausbrüche dieses Vulkans fand im Februar 1991 statt: die hellroten Lavaströme waren sogar von der Stadt Petropavlovsk aus sichtbar. Binnen zwei Wochen spuckte der Vulkan 13 Millionen Kubikmeter Stein.

Dabei füllte sich der einstmals 350 m breite und 220 m tiefe Vulkantrichter mit Lava, die sich bis jetzt noch nicht abgekühlt hat. Man fühlt das schwefelhaltige Gas. Ständig steigen an unterschiedlichen Stellen des Trichters aktive Fumarole auf und es lagert sich Schwefel ab. Vom Kraterrand sind die blumenkohlartigen Strukturen des heißen und wachsenden Domes im Kraterinneren zu beobachten - stete Erinnerung an die hohe Aktivität und permanente Sorge der russischen Vulkanologen.

Der stetig rauchende Avachinsky produziert so viel Wärme wie ein Heizkraftwerk. Einige namhafte Vulkanologen vermuten einen der nächsten Ausbrüche innerhalb der kommenden 50 Jahre.


Blick vom Avachinsky auf den Koryaksky
   

Koryaksky - ein aktiver Vulkan mit einem gerippten Kegel und einigen Einschnitten zum Westgipfel. Zuletzt 1956 ausgebrochen. Die Höhe des Koryaksky läßt sich leicht merken: 3.456 Meter. Die Abhänge des Vulkanes sind von Gletschern und Schneefeldern bedeckt.


   

Arik und Aag - erloschene Vulkane mit einer Höhe von 2.187 bzw. 2.319 Metern und schwindelerregend steilen Abhängen, die bei den Alpinskifahrern und Snowboardern beliebt sind.

Die Avachinskygruppe ist ein Anziehungspunkt sowohl für Touristen, Bergsteiger, Alpinskifahrer als auch für Paragleiter. Sie ist aber auch ein wichtiger Ort für das Sommertraining der Sportler, die sich sonst mit dem Wintersport beschäftigen. Am Fuße der Vulkane Kozelsky und Avachinsky kann man - dank des nicht tauenden Schnees - auch im Sommer den Skisportarten nachgehen.

Die Vulkane der Dzendzur-Zhupanovsky-Gruppe


   

Die Vulkane der Dzendzur-Zhupanovsky-Gruppe befinden sich im zentralen Teil des Parks.

Dzendzur - ein zerstörtes vulkanisches Massiv mit einer Höhe von 2.155 Metern. Auch er gilt als aktiv: Vulkaneruptionen sind hier jedoch selten. Bei der letzten Eruption Anfang 1957 wurden Asche und Gasdämpfe bis in eine Höhe von 1,5 km geschleudert. Im südöstlichen Teil des Vulkans befindet sich ein mit Wasser gefüllter Fumarolkessel mit einer Größe von 5 x 20 m, dessen Wände aus farbigen Lehmen bestehen.

Am Ufer und am Boden des Kessels steigen die Fumarole mit starkem Lärm aus dem alten Krater heraus. Infolge der Wassertemperatur von 85-90°C erzeugen sie eine bemerkenswerte Dampfwolke. Neben den Fumarolen gibt es einen kleinen See mit milchig-blauem Wasser. Die Hänge unterhalb des etwa 1 km breiten Kraters sind vergletschert. Lassen Sie sich einfangen, von der Faszination der schwarzen Kanten der Lavaströme und der durch die Fumarol-Ausstöße gelb beschichteten Gesteinsoberflächen.


   

Zhupanovsky - ein aktiver Vulkan mit einer Höhe von 2.923 Metern, letztmalig 1957 ausgebrochen. Er besteht aus vier Kegeln: der erste ist der jüngste von ihnen. Vom zweiten Vulkankegel blieb nur der Unterteil des Kraters erhalten. Zwischen dem zweiten und dritten Kegel befindet sich ein umfangreiches, zusammengesetztes Fumarolfeld aus hellgelbem und rötlichem Gestein.

Als Reminiszenz an die ursprüngliche große Vereisung auf Kamchatka dienen die gegenwärtigen Gletscher auf dem Vulkan Zhupanovsky und denen der Avachinsky-Gruppe. Die Gletscher erzeugen ihr eigenes Mikroklima und geben der Landschaft ihre besonders raue Schönheit.

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